192565_500015003371899_1768250498_oWir hassen SPAM. Und wir mögen es nicht, wenn wir ungefragt Mails bekommen, die um Links, Veröffentlichungen und Gastbeiträge betteln. Drei mal „nein, nein, nein“, machen wir nicht, wollen wir nicht und finden wir auch tatsächlich sehr nervig. Ehrlich. Grund genug also, die Mail von Erik Cohen direkt zu löschen. Wie die schon anfängt: „…ich hätte ein etwas außergewöhnliches, aber hoffentlich nicht uninteressantes Anliegen…“ – in diesem Fall ein Musikvideo.
Allerdings hat „who the f*** is Erik Cohen“ leider kein Budget für ne ordentliche Promo. Ach guck… Aber immerhin geht es ja um den Song „Chrom“ und daher würde er gern überall da erscheinen, wo „…Autos eine natürliche Rolle spielen…“! Ja ne, is klar. Muss ja echt der Knaller sein, so wie uns der Erik oder seine betreuende, sicherlich aus Budget-Gründen unbezahlte Agentur, das in der Mail beschreibt. Moment, vielleicht habe ich ja noch etwas Kohle. Guter Content darf schließlich auch was kosten…Aber genug der Motzerei. Schiebe ich das freche Mail-Teil also einfach direkt in den Papierkorb. Aber dabei habe ich dann aus Versehen irgendwie auf „Start“ geklickt:

Tja, und da muss ich sagen: das ist ja gar nicht mal so Scheiße. Eigentlich sogar recht fett. Endlich mal was auf deutsch. Und mit einem zornigen Challenger im Clip. Guter Sound, satter Beat und lässige Gitarren. Was Kurt Cobain, Amy Winehouse und Jim Morrison für eine Rolle neben dem Ami-Schlitten mit dem Kennzeichen KI-LL 777 spielen, erschließt sich nicht sofort. Aber der Song gefällt. Klick ich also sogar noch auf die Facebook-Page von Erik Cohen. Die Affinität zu Hamburg springt mir entgegen, ein bärtiger Typ im Parka. Nerdiger Hipster-Look. Fährt bestimmt auch Skateboard. Oder einen Youngtimer. Oder beides. Zumindest macht er irgendwas mit Astra. Dazu gibt’s Bilder von einer Menge Aufklebern im Design einer NIL-Zigarettenpackung, verteilt an hunderten Hauswänden und Laternenmasten. Spam also auch in der Stadt. Er zieht es zumindest konsequent durch. Und weil er heute, am 15. März, ab 21.30 nun auch noch im Knust in Hamburg auf der Bühne steht, kriegt er nun also seine Veröffentlichung. Und ich feuer das sogar noch über alle unsere Kanäle raus. Das haste nun davon, Erik! Rock on! Aber frag sowas nicht nochmal…556702_501936109846455_646189237_n