Wir lieben Motorsport, rasante Duelle, riskante Manöver und den Geruch von verbranntem Gummi. Und dabei hat es uns schon seit Jahren eine Rennserie besondern angetan: die VLN oder in lang die “ Veranstaltergemeinschaft Langstreckenpokal Nürburgring“. Dafür nehmen wir die knapp 5-stündige Anreise aus Hamburg immer wieder gern in Kauf. Am letzten Wochenende war’s endlich mal wieder soweit: auf Einladung von Falken Motorsport konnten wir das achte Rennen der VLN, den 44. ADAC Barbarossapreis, aus der allernächsten Nähe erleben – und uns sogar selbst eine schnelle Runde über die Nordschleife „chauffieren“ lassen.

Falken Motorsport ist Euch sicherlich schon oft begegnet, wenn Ihr Tuning-Veranstaltungen und Motorsport-Events besucht, zum Beispiel mit der spektakulären Drift-Show. Aber ein Reifenhersteller nutzt seine Engagements natürlich auch immer für die Forschung und Optimierung seiner Produkte. Und daher ist es nur logisch, dass Falken sich in der VLN zeigt, denn die Nordschleife bietet sicherlich die beste und härteste Testumgebung, die man sich wünschen kann. Bisher war Falken durchweg mit japanischen Fahrzeugen auf der Runde. Das man jetzt aber verstärkte Ambitionen hat, das Podium zu erklimmen, zeigt das neueste Fahrzeug, welches seit 2011 in den blaugrünen Farben an den Start geht, hier beim Weg in die Startaufstellung (Fotografiert mit dem Effekt „Selektive Farbe“):

Der Falken Porsche ist ein echtes Monster: einer von nur 150 gebauten 911 GT3 R. Komplett abgestimmt auf das Regelwerk der VLN. Konkret heisst das: Begrenzt auf 520 PS, zur Sicherheit 25 Meter Stahlrohr im Innenraum und 80kg Zuladung auf der Beifahrerseite für eine gerechte Gewichtsverteilung. Über ein sequentielles Sechsgang-Getriebe geht die Kraft an die Hinterachse, geschaltet bei Vollgas über die Wippen am Lenkrad. Und dank fetter Falken Reifen liegt der Bolide satt auf der Rennpiste: 290er vorne und 330er hinten. Mehr geht nicht.

Zusammen mit ein paar anderen ausgewählten Autobloggern und Journalisten reisten wir bereits am Freitag zu den Trainingsfahrten der VLN an. In keiner anderen Rennserie lässt sich das Renngeschehen so hautnah verfolgen, daher ging’s nach einer kurzen Begrüßung direkt in die Falken-Box, in der einige Mechaniker die letzten Einstellungen und Umbauten am Rennwagen vornahmen. Dabei ist Improvisationstalent gefragt, denn im schlimmsten Fall teilen sich 6 Fahrzeuge!!! eine Box. Insgesamt können pro Rennen 210 Fahrzeuge an den Start gehen, tatsächlich sind es meist etwa 185 in 32 verschiedenen Klassen. Um den Start zu entzerren, wird in 3 Gruppen á 60 Fahrzeugen gestartet. Hier rollt gerade der zweite Schwung auf die Start-Ziel-Gerade:

Ein Nachteil ist dieses Start-System jedoch nicht, denn am Ende zählen die meisten gefahrenen Runden. Es geht durchweg fair zu. Und das ist genau die Faszination: auf der Strecke tummeln sich gerade volljährig gewordene Nachwuchs-Talente mit ambitionierten Gentleman-Drivern älteren Jahrgangs, ab und zu garniert durch populäre Vertreter aus der Medien- und Unterhaltungsbranche. Und genauso bunt ist das Startfeld der Fahrzeuge. Vorneweg die vielen Porsche, daneben sehr starke Audi R8, Mercedes SLS und ein Ford GT von Alzen Motorsport. Und eben die vielen kleinen Teams mit tollen Karren…

Zum Abschluss des Trainingstages hat sich Falken dann noch ein Schmankerl ausgedacht: in einigen Fahrzeugen vom Dolate Team konnten alle Teilnehmer eine Renntaxi-Fahrt machen und direkt erleben, wie wenig professioneller Motorsport mit normalem Autofahren zu tun hat. Ich entschied mich für den BMW 325i E90 mit HaRo Holzer als Piloten. Und das war gut so. Die Runde war sauber und nah am Limit. Immer Vollgas und vor den Kurven hammerhart anbremsen. Das macht süchtig und verstärkt den Wunsch, sich selbst mal in der „Grünen Hölle“ auf der schwersten Rennstrecke der Welt in einer Rennserie zu versuchen.

Nach einen sehr unterhaltsamen Abend in der Rennfahrer-Pinte Pistenklause und dem Eifelgeist inklusive weissem Handschuh stand der Sonntag im Zeichen des Rennens. Vorab gab’s einen exklusiven Blick vom Boxenturm auf den Rennstart und eine sehr informative Führung durch die Kommandostände, das Pressezentrum und die „Race Control“. Danach wussten wir noch mehr als vorher, dass der Nürburgring mit seinem Rennserien unbedingt erhalten werden muss. Denn gerade die VLN und die RCN sind Breitensport und bieten motorsportbegeisterten Menschen die Möglichkeit, Ihre Faszination und Begeisterung auszuleben. Immerhin benötigt jedes VLN-Rennen gut 850 freiwillige Helfer, die an der Strecke für ein kleines Handgeld dafür sorgen, dass die Rennen ohne Zwischenfälle durchgeführt werden können. Und wir empfehlen Euch dringend mal den Besuch eines VLN-Rennens am Fuß der Eifelburg. Ihr werden begeistert sein.

Wir sagen ein ganz fettes „Danke schön“ an facebook.com/falken.motorsports für die Einladung und die tolle Organisation! Das war Motorsport zum Anfassen und ein toller, nicht alltäglicher Blick hinter die Kulissen der VLN. Wir wünsche eine weiterhin erfolgreiche Saison. Und demnächst einen Platz ganz oben auf dem Podium.

Hier gibt’s weitere Impressionen. Viel Spaß beim Durchklicken!

Ein paar andere Blogger waren ebenfalls begeistert:
rad-ab.com: 44. Barbarossapreis VLN Langstrecken Meisterschaft Nürburgring 2012
passiondriving.de: Mit Falken Tyres am Ring zum VLN ADAC Barbarossa Preis
mein-auto-blog.de: Blogger Relations bei Falken
motor-inside.com: Zwei Tage bei der VLN am Nürburgring mit Falken Motorsports