Beim Kauf eines Gebrauchtwagens gibt es eine Gewährleistung. Dies gilt umsomehr für denjenigen, der seinen Gebrauchten von einem Händler kauft. Lassen Sie sich also nicht von solchen Slogans wie dem „Gekauft wie gesehen“ verunsichern. Ein Gebrauchtwagenhändler hat eine Gewährleistungspflicht, in der Regel bis zu einem halben Jahr.

Der § 476 BGB stellt die gesetzliche Vermutung auf, dass ein Fehler, der innerhalb von sechs Monaten nach Kauf auftritt, bereits zum Zeitpunkt, an dem der Kaufvertrag abgeschlossen wurde, vorhanden war. Der Käufer hat in dem Fall das Recht auf Nachbesserung. Wenn der Verkäufer sich weigert dem nachzukommen oder wenn eine Nachbesserung nicht möglich ist kann der Käufer einen Teil des Kaufpreises zurückverlangen. Ist der Mangel als „Erheblich“ erkannt, ist auch ein vollständiger Rücktritt vom Kauf erlaubt.

Vorsicht ist auch bei zusätzlichen Garantien geboten, die manche Händler zu Werbezwecken anbieten. Mit einer solchen Garantie erklärt der Händler sich bereit, alle Mängel die während der Garantiezeit auftreten auf seine Kosten zu beheben. Dies gilt auch dann, wenn der Mangel nichts mit dem Zustand des Fahrzeugs beim Kauf zu tun hat. Einzig bei fehlerhaftem Gebrauch muss der Händler nicht haften.

Neben den typischen Arten des Gebrauchtwagenkaufs bei einem Händler oder einem Privatmann gibt es zwischenzeitlich noch viele weitere Möglichkeiten. Immer häufiger findet der Gebrauchtwagenkauf direkt über das Internet statt. Auch hier gibt es einige rechtliche Tücken zu beachten. In jedem Fall ist es zu empfehlen sich vor dem Kauf eines Gebrauchtwagens über die gesetzliche Lage zu informieren. Dies ist im Internet schnell und kostenlos möglich. Weitere Informationen finden Sie im Ratgeber Auto.