Das Wechseln der Reifen gehört zum Grundhandwerk eines jeden Fahrzeuglenkers. Auch hier gibt es ein paar Dinge, die beachtet werden müssen. Hier die wichtigsten Kniffe von „do it yourself“ Papst Rüdiger Etzold.

Reifen vor dem Abnehmen kennzeichnen (vorne links, hinten rechts usw.) und Reifen-Laufrichtung markieren. Reifen nicht einzeln, sondern mindestens achsweise ersetzen. Reifen bei Autos mit Frontantrieb mit der größeren Profiltiefe vorn montieren. Am Fahrzeug dürfen nur Reifen gleicher Bauart verwendet werden. An einer Achse dürfen nur Reifen desselben Herstellers und mit der gleichen Profilausführung eingebaut werden. Reifen, die älter als 6 Jahre sind, nur im Notfall und bei vorsichtiger Fahrweise verwenden. Keine gebrauchten Reifen verwenden, deren Ursprung nicht bekannt ist. Beim Erneuern von Felge oder Reifen grundsätzlich das Gummiventil ersetzen.

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Bei größerem Verschleiß der vorderen Reifen, die Vorderräder gegen die Hinterräder tauschen. Dadurch haben alle 4 Reifen etwa die gleiche Lebensdauer.

Es ist nicht zweckmäßig, bei einem Austausch der Räder die Drehrichtung der Reifen zu ändern, da sich die Reifen nur unter vorübergehend stärkerem Verschleiß der veränderten Drehrichtung anpassen.

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Bei Reifen mit laufrichtungsgebundenem Profil, erkennbar an Pfeilen auf der Reifenflanke in Laufrichtung, muss die Laufrichtung des Reifens unbedingt eingehalten werden. Dadurch werden optimale Laufeigenschaften bezüglich Aquaplaning, Haftvermögen, Geräusch und Abrieb sichergestellt.

Hinweis: Laufrichtungsgebundenes Reserverad bei einer Reifenpanne nur vorübergehend entgegen der Laufrichtung montieren. Insbesondere bei Nässe empfiehlt es sich, die Geschwindigkeit den Fahrbahnverhältnissen anzupassen.

Der Autor Dr. H. Rüdiger Etzold wurde 1940 auf Norderney geboren. Nach der Kfz-Mechanikerlehre und des Fahrzeugtechnik-Studiums volontierte der Ostfriese in Hamburg bei der Zeitschrift »Automobilwirtschaft«. Anschließend war er stellvertretender Chefredakteur der Automobilzeitschrift »Gute Fahrt« und maßgeblich an der Entwicklung des ersten deutschen Buggies beteiligt, der unter dem Modellnamen Karmann-GF (GF = »Gute Fahrt«) von Karmann, Osnabrück, vertrieben wurde. Nachdem der 5. Band seiner Buchreihe »So wird´s gemacht« erschienen war, machte Rüdiger Etzold sich 1976 selbständig. Seitdem arbeitet er als freier Publizist. 1991 wurde Rüdiger Etzold in Dresden an der Hochschule für Verkehrswesen promoviert.