„SUV“ ist ein bewährtes Zauberwort in der Automobilbranche. Sports Utility Vehicle, ein so betiteltes Fahrzeug sollte sowohl den Alltag als auch einen spontanen Ausflug ins Gelände meistern. Dem Trend folgen auch deutsche Fahrzeughersteller, Volkswagen etwa hat vor einigen Tagen den neusten Sprössling seiner Cross-Familie präsentiert. Der CrossGolf soll nach dem CrossPolo den Markt mit üppigen Plastikbeplankungen, markanten Stoßfänger und angedeutetem Unterfahrschutz erobern.

SUVs besitzen neben der optischen Geländegängikeit fast immer einen Allradantrieb, größere Abmessungen und eine erhabene Fahrposition sowie eine robustere Verarbeitung. Trotzdem gibt es zum großen Bruder, dem reinrassigem Geländewagen, oft große Unterschiede. Das SUV dient oft als genügsame Familienkutsche oder Alltagsauto, dessen Unterboden nur selten Schlamm und Geröll sieht. Wer will sich schon die teuren, lackierten Stoßfänger und das Blechkleid durch Steinschläge beschädigen? Vor dem Ausflug ins Gelände, etwa in einem Offroadpark oder dem Feldweg hinter dem Haus, sollten Sie also eventuell noch einmal unsere Checkliste mit den Daten Ihres SUVs abgleichen.

– Verfügt Ihr Fahrzeug über einen Geländegang? Vor allem für Fahrten durch hügeliges Gelände sollte Ihr SUV über einen kurzen ersten Gang verfügen. Informieren Sie sich über eine eventuell vorhandene elektronische Getriebereduktion und deren Gebrauchsweise im Handbuch des Fahrzeugs.

– Reicht die maximale Wattiefe ihres Fahrzeugs aus? Je nach Gelände sollte außerdem ein Unterbodenschutz verbaut sein, um Schäden am Fahrzeug vorzubeugen. Solche Schutzbleche gibt es für nahezu jedes Fahrzeug, auch gebraucht. Stöbern Sie doch mal im motoso.de Internet-Marktplatz für Ersatzteile und Services.

– Wird es eine sehr nasse Fahrt? Ihre Abgasanlage sollte über ein entsprechendes Ventil verfügen, das Wassereinbruch verhindert. Ansonsten kann der Offroad-Spaß zu ernsten Schäden führen.

– Um extreme Hügel erfolgreich zu überwinden, sollte Ihr SUV die Möglichkeit anbieten, durch elektronische Achssperrung oder ähnliche Funktionen die Kraftübertragung genau zu steuern. Auch darüber informiert das Handbuch im Handschuhfach.

– Angst um den Lack? Wenn Sie öfter im Gelände unterwegs sind, lohnt sich die Anschaffung von Schutzplanken aus Plastik oder Aluminium für gefährdete Teile des Fahrzeugs. Dies können etwa die unteren Karosserieteile oder lackierte Stoßfänger sein.

Sollten Sie auf den Geschmack gekommen sein, buchen Sie am besten einen Tag in einem der zahlreichen Offroadparks. Dort werden oft auch spezielle Fahrertrainings angeboten, die wichtige Techniken für die Fahrt im Gelände vermitteln. Und wenn Ihnen Ihr eigenes Auto hierfür zu schade sein sollte, mieten Sie sich einfach vor Ort einen Vollblut-Geländewagen.