Im August kann man sich schon mal Gedanken machen, mit welchem Fahrzeug man sich im Winter fortbewegt. Nach den ersten Drifts mit dem Käfer auf nasser Fahrbahn sollte es für mich dann doch noch ein halbwegs modernes Fahrzeug für die kalte Jahreszeit sein. Fündig wurde ich im Marktplatz von motoso.de bei Dresden.

Ein 96’er Subaru Impreza 2,0 GL, die Hausfrauenversion zum Ralleymonster WRX. Technisch gut in Schuss, 4 Zylinder Boxermotor (leider ohne Turbo) und permanenter Allradantrieb. Die Daten stimmten, Telefonat verlief auch gut. Also kurzerhand das Zugticket nach Dresden geordert und am nächsten Tag in aller Frühe los.

Nach einer mittellangen Zugfahrt durch die Republik landete ich in Dresden, wo mich ein Mitarbeiter des Autohauses freundlicherweise in Empfang nahm und mit mir die restlichen Kilometer zum Autohaus abriss. Vor Ort erwartete mich das blitzsaubere Fahrzeug. Für meinen Geschmack etwas zu sauber, merke: wer putzt verheimlicht oft was! Das Amaturenbrett glänzte dank Cockpitspray wie die Glatze von Inkasso Henry an einem warmen Sommertag. Vor Ort erfuhr ich dann auch dass das Auto „in Kundenauftrag“ verkauft werden sollte. Bye bye Gebrauchtwagengarantie. Egal, erstmal Probefahrt.

Der Subaru machte eine guten Eindruck, Verschleißteile gerade neu, Service vom Subaru-Autohaus. Innen hatte sich Jemand mächtig mit Dekolack ausgetobt, was mir aber egal war. Der Boxermotor hörte sich dank Sportluftfilter und Auspuffanlage wirklich super an, das Bauchgefühl war gut. Gekauft, bezahlt, getankt, ab auf die Bahn.

Wie schon beim Käfer hatte ich Glück und fuhr auf eigener Achse bei strahlendem Sonnenschein ins heimatliche Hamburg zurück. Der Subaru überzeugte mit solider Technik und gutem Zustand, von Außen jedoch sah er noch viel zu zahm aus. Ein wenig Internetrecherche führte schnell dazu, sich mal auf dem Zubehörmarkt für den Impreza umzugucken, mal sehen was da noch so geht.