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Leader of the Pack: Testfahrt im Audi A8 und Audi S8

header_Audi A8Unsere Kanzlerin Angie Merkel möchte immer nur das Beste für unser Land. Und wahrscheinlich auch für sich. Sie fährt Audi A8. Vielmehr lässt sie sich fahren. Natürlich in einer extra für sie gesicherten und aufgemotzen Variante von dem Ingolstädter Flaggschiff. Aber die Auswahl hat sie bestimmt nicht ohne Grund getroffen. Denn auch in der Basisvariante dieses Luxusliners fühlt man sich bereits wie Cheffe. Und da ist es eigentlich egal, ob man hinten oder vorne sitzt.

Wir waren zur Fahrveranstaltung rund um Düsseldorf eingeladen. Und natürlich haben wir den Großteil der Testkilometer hinter’m Lenkrad verbracht. Denn dort gibt es die meisten spektakulären Features zu erleben. Und auch die brachiale Kraft spürt man am besten mit den Händen am Volant. Grundsätzlich gibt es bei einem so durchdachten Fahrzeug in dieser Preisklasse so gut wie keine Fehler oder Macken zu entdecken. Wer also mindestens 74.500 EUR für den günstigsten Audi A8 berappen kann, der wird auf keinen Fall enttäuscht. Und mit “günstigsten A8” meinen wir in diesem Fall einen V6 3.0 TDI mit 258 PS. Das ist schon ne Menge Bumms. Aber es geht noch viel mehr, daher hier erstmal die Übersicht der verfügbaren Varianten.20131017_165851

Modellübersicht

Audi A8 V6 3.0 TDI mit 190 kW / 258 PS ab 74.500 EUR
Audi A8 V8 4.2 TDI mit 283 kW / 385 PS ab 94.800 EUR

Audi A8 V6 3.0 TFSI mit 228 kW / 310 PS ab 76.900 EUR
Audi A8 V8 4.0 TFSI mit 320 kW / 435 PS ab 96.900 EUR

Audi S8 V8 4.0 TFSI mit 382 kW / 520 PS ab 114.700 EUR

Es wird deutlich, dass Audi neben einem dynamischen Design auf effiziente Motoren setzt, um dem Anspruch, die sportlichste Limousine in ihrem Segment zu bauen, gerecht zu werden. Daher verwundert auch der Preis nicht, der mit einem beherzten Griff in die prallgefüllte Kiste der Sonderausstattungen und Assistenzsysteme meist um weitere 30 bis 50 Prozent ansteigt. Aber ein Vernunftsauto ist das Dickschiff mit den vier Ringen eh noch nie gewesen.20131017_120259Am Zapfhahn tut’s trotzdem nur dann weh, wenn man jegliche Sparsamkeit außer acht lässt. Insbesondere der Audi S8 bettelt ja fast schon darum, massiv getreten zu werden. Fasten Seatbelts, Düse zünden und ab dafür. Dann kann man sich jetzt schonmal mit irgendwas zwischen 15 und 25 Litern pro hundert Kilometer anfreunden. Für die man auf der Autobahn ohne Begrenzung dann auch nur 20 Minuten braucht. In den anderen, etwas anständigeren Modellen geht’s etwas zurückhaltender zur Sache. Und auf der Tankuhr werden durchaus Werte weit unterhalb der 10 Liter erreicht. Dank Start-Stop-Automatik, Zylinderabschaltung im Teillastbereich und Leichtbauweise muss man sich selbst dafür auch gar nicht anstrengen.20131017_165653_1

Außencheck

Ich finde ihn schick. Und würde dem Audi A8 sogar eine Portion “Understatement” zuschreiben. Das heißt, er kommt im Rückspiegel anderer Verkehrsteilnehmer nicht so aggressiv angeflogen wie die Konkurrenz. Aber da Geschmäcker zum Glück unterschiedlich sind, mag das jeder für sich selbst entscheiden. Mir gefallen die Linien, die neuen Matrix-LED-Scheinwerfer und die sportlich-dynamische Optik. Man beschränkt sich bei Audi auf das Wesentliche, betont die Breite des A8 und verzichtet auf überflüssigen Schnickschnack. Finde ich gut. Ach, Matrix-LED bedeutet übrigens, dass das Fernlicht nachts dauerhaft benutzt werden kann, da jeder Scheinwerfer aus 25 Teil-LEDs besteht, die sich z.B. bei Gegenverkehr selektiv abschalten und daher nicht blenden. Eine sinnvolle Erfindung, die sicherlich Unfälle verhindert. Hier sieht man die abgeschalteten Bereiche bei den Scheinwerfern und auf dem kleinen Bild die verdunkelten Kegel für den Gegenverkehr.20131017_133509

Innenansicht

Einen Audi A8 zu kaufen, kann mittlerweile zeitaufwändiger sein, als eine 10-Zimmer-Villa komplett neu einzurichten. Denn die Bandbreite der Individualisierungsmöglichkeit ist der pure Wahnsinn. Jede Komponente ist maßgeschneidert und auf Manufakturniveau. Es gibt allein acht Dekoreinlagen und 10 Farbwelten für den Innenraum. Da ist es gar nicht so easy, sich für die schönste Zusammenstellung zu entscheiden. Denn gut aussehen tut es fast immer. Dann muss man sich auf eine von über 20 Felgen festlegen. Puh. Und was ist mit einem Panorama-Dach? Der elektrischen Heckklappe? Der Privacy-Verglasung? Ach, und Sportsitze? Das Bang & Olufsen Sound System? Man schwankt zwischen “nice to have” und “jetzt ist das auch egal”. Klick klick klick. Und wieder 30.000 EUR on top. Aber was für die Kanzlerin gut ist…20131017_165001
Nicht sparen sollte man bei den 15 Fahrassistenz- und Überwachungssystemen. Denn hier geht’s wirklich um Comfort und Sicherheit. Ein Knaller ist der Nachtsichtassistent. Auf der Simulationsfahrt erkannte der A8 ein Reh am Straßenrand anhand der Körpertemperatur und warnte rechtzeitig. Zusammen mit dem Matrix LED-Fernlicht ist das eine sehr sinnvolle Erweiterung. Das Head-up-Display ist ähnlich clever. Man behält die Augen auf der Straße, hat aber Tempo, Navi und zulässige Geschwindigkeit immer direkt im Sichtfeld, ohne das es nervt. Entspanntes Fahren unterstützen der “active lane assist” und die “distance control”.20131017_165805

Fazit

Tja, was soll ich sagen. So geht Auto fahren heute. Ein geschmeidiger Sitz mit Belüftung und Massagefunktion, perfekter Musik-Klang aus den vielen Boxen, auf Wunsch ein brüllender S8-Motor mit über 500 PS und rasanter Beschleunigung. All das macht das Fahren mit dem Audi A8 zur echten Freude. Die Haptik im Innenraum ist ähnlich brilliant wie die Licht- und Farbwelt. Angenehm für alle Sinne. Fehler findet man nicht. Alles lässt sich genau so auswählen und ansteuern, wie man es braucht und schön findet. Wer also das Glück hat, ein Staatsoberhaupt zu sein oder das Privileg genießt, sich einen Dienstwagen ohne Preisbremse zusammenklicken zu dürfen, dem lege ich den Audi A8 unbedingt an’s Herz. Ich würde ihn kaufen. Hell yeah!

Zu welchen Ergebnissen die Blogger-Kollegen nach dem exklusiven Ausritt kommen, lest Ihr bei Simone von Fanaticar, Camillo im offiziellen Audi-Blog, in der Gallery von Lisa “the car addict”, im Film von ausfahrt.tv, bei Björn von mein-auto-blog.de und bei Jens von rad-ab.com.

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