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Škoda Octavia RS TDI – Schaf im Wolfspelz

header_motoBlogDas man bei Škoda am meisten Auto für sein Geld bekommt, haben wir in vorangegangenen Fahrberichten bereits mehrfach beschrieben. Insbesondere der Octavia hat uns als Limousine und auch als Kombi extrem überzeugt. Ein negativer Aspekt war bei dem kompakten Raumwunder jedoch aufgefallen. Die Sportlichkeit blieb bei diesen Modellen auf der Strecke. Allerdings gehörten rasante Fahreigenschaften auch bewusst nicht zum Konzept. Der tschechische Autohersteller kann aber auch anders und präsentiert nun die jüngste Generation der Škoda Octavia RS-Modelle.20130821_151904In Sachen Abmessungen und Assistenzsysteme unterscheiden Sie sich nicht sonderlich von den Versionen ohne die beiden Buchstaben “RS”. Aber genau diese beiden Lettern haben es in sich, leiten sie sich doch immerhin von dem Wort “Rallye Sport” ab. Und das verpflichtet. Wir waren gespannt, ob dieses Versprechen auf den kurzen Testfahrten eingelöst werden kann. Ab August startet der Verkauf und der Preis beginnt bei knapp unter 30.000 EUR. Das ist immer noch wenig für ein Auto mit diesem Platzangebot und in dieser Qualität. Aber wenn schon mit Sportlichkeit geworben wird, dann sollte die auch spürbar sein. Die zwei Motor-Varianten versprechen auf den ersten Blick nicht wirklich atemberaubende Dynamik. Ein Zweiliter-Dieselmotor mit 184 PS und ein 2,0 TSI-Benziner mit 220 PS stehen zur Auswahl. Solchen Werte kennt man von Konkurrenz, ohne das insbesondere auf die Sportlichkeit hingewiesen wird.20130821_145530Leider gab’s an dem Testtag nur drei Benziner, die bereits langfristig vergeben waren, daher konnten wir nur einen Diesel-Kombi mit auf die Testrunde nehmen. Und der erste Eindruck bestätigte sich bereits auf den ersten Metern. Sportlichkeit sieht in unseren Augen anders aus. 0 auf 100 km/h in 8,1 Sekunden. Das drückt einen nicht wirklich in den Sitz. Der Verbrauch stimmt dann wieder. Obwohl wir durchgehend im wählbaren Sport-Modus unterwegs waren, standen gerade mal 7,1 Liter auf der Tankanzeige. Und der Verbrauch lässt sich sicherlich noch weiter senken. Aber was hilft mir das, wenn ich gern rasant fahren möchte? Gut aussehen tut er eigentlich auch, nicht viel unterscheidet die Optik und Wertigkeit von einem VW Passat oder anderen vergleichbaren Modellen. Es gibt zahlreiche Individualisierungsmöglichkeiten. 18 oder 19 Zoll-Räder, Panorama-Dach, viele clevere Helfer im Innenraum sowie etliche Sicherheits-Assistenten und Komfortsysteme. Das Interieur ist solide gestaltet mit kleinen Applikationen, die ebenfalls Dynamik vermitteln sollen. Aber auch das wirkt irgendwie nicht konsequent durchgezogen. Ein bißchen Carbon-Optik in der Tür fühlt sich noch nicht an wie ein stimmiger Sportler.20130821_104943Den Sound haben wir auch getestet. Und zwar so richtig. Musik bis zum Anschlag. Mit Tönen, bei denen andere Soundsysteme klirrend in die Knie gehen. Und hier? Ein prima Sound. Sehr positiv! Von außen passt das auch alles soweit. Bi-Xenon-Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht, die Karosserie etwas tiefer als beim Standard-Modell, Stoßfänger mit Diffusor-Element, Heckspoiler und eine breite Auswahl schicker Lackierungen sorgen für ein stimmiges Gesamtbild. Aber trotzdem fällt unser Fazit dieses Mal durchwachsen aus.20130821_144534FAZIT
Der Škoda Octavia ist als Limousine und Combi aus meiner Sicht immer noch “simply clever”. Ein Raumwunder mit mächtig viel Platz, vielen sinnvollen kleinen Helfern und soliden Fahreigenschaften. Daher ist er auch immer noch meine Empfehlung Nummer eins als preiswertes Familienauto. Aber mit dem RS wird etwas versprochen, was auf der Straße nicht eingelöst wird. Sportlichkeit geht anders, auf jeden Fall in der Diesel-Variante. Unsere Empfehlung daher: lieber zur Standardversion des Škoda Octavia greifen und ein bißchen mehr Geld in Assistenten und Optik investieren. Der erhöhte Kaufpreis des RS lohnt nicht wirklich. Eventuell können wir das Benzin-Modell nochmal separat testen. Vielleicht geht dieser mit 220 PS besser nach vorne. Nach bisherigem Kenntnisstand können wir das Attribut “Sport” aber nicht vergeben.20130821_144650Wir waren übrigens nicht allein vor Ort, ein paar Blogger-Kollegen haben ebenfalls getestet. Hier sind Ihre Berichte:
Lisa Schwarz: Gallery: Skoda Octavia RS Combi 2013 (Steel Grey)
Jens Stratmann: Angetestet: Skoda Octavia RS 2013 – 2.0 TSI – 220 PS Benziner – Limousine!
Björn Habegger: Škoda Octavia RS – Vorgestellt – Alle Fakten
Ausfahrt.tv: 2014 Skoda Octavia III VRS Review Testdrive Test

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